Silberlicht

Ich mag Bücher, in denen es um Liebe und Tod geht. Allein der Satz „Jemand sah mich an; ein seltsames Gefühl, wenn man tot ist.“ hat mich sehr angesprochen.

In dem Buch „Silberlicht von Laura Whitcomb geht es um Helen. Helen ist seit mehreren Jahren tot. Doch anstatt in den Himmel zu gehen, ist sie als Licht auf der Erde unterwegs. Sie ist an ihrer Bewahrer, alles normale Menschen, gebunden und ist deren heimliche Muse. Mit ihrem Bewahrer Mr. Brown verbringt sie jeden Tag in der Schule, da er Lehrer ist. Doch eines Tages spürt sie Blicke. Billy, ein 17 jähriger Junge aus Mr. Browns Kurs, sieht sie direkt an. Als Helen und Billy sich näher kennen lernen, entdecken sie schnell ihre Gefühle für einander. Und was das ganze vereinfacht, Billy heißt eigentlich James und ist ebenfalls Licht. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach einem menschlichen Körper für Helen. Als sie den Körper der 15 jährigen Jenny finden, scheint ihr Glück perfekt. Doch Helens Vergangenheit und Jennys Familie holen sie ein. Und als dann plötzlich James verschwunden ist, begreift Helen, dass sie nichts mehr an Jennys Körper hält. Doch wie wird man einen fremden Körper wieder los?

Der Einband des Buches schimmert. Dies passt gut zur Geschichte. Jedes Kapitel wird mit einem Ornament eingeleitet. Das Buch ist einfach geschrieben und leicht zu verstehen.Die Rahmengeschichte von 2 Geistern, die sich ineinander verlieben und zusammen sein wollen, ist auch nicht unbedingt neu. Doch die Autorin Laura Whitcomb hat sich eine gute Handlung und 2 gute Charaktere ausgedacht. Beides fand ich persönlich sehr ansprechend. Leider ist das Buch nicht besonders anspruchsvoll geschrieben. Durch die wenig detaillierten Beschreibungen der der Handlung, der Personen, sowie deren Gefühle, bekommt man leicht den Eindruck, dass die Autorin nur an der Oberfläche kratzt. Durch mehr Angaben zu den einzelnen Personen…. wäre das Buch sicher anspruchsvoller und somit auch interessanter geworden. Das fand ich etwas schade, da ich die Geschichte sehr gelungen fand. Was mich auch ein wenig gestört hat, war der extreme Glaube von Jennys Familie an Gott. Meiner Meinung nach, hat das alles nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun und schweift daher zu weit ab. Meine Erwartungen wurden dadurch nur bedingt erfüllt.

Ich kann das Buch an alle empfehlen, die gerne Geschichten über Tod und Liebe lesen und keine anspruchsvollen Texte wollen. Also am besten an Anfänger oder an Menschen die nicht nachdenken und mitdenken wollen.

Über die Autorin:

Laura Whitcomb wuchs in Kalifornien auf, derzeit lebt sie in Portland. Bevor sie das Schreiben für sich entdeckte, war sie Englischlehrerin. Für das Buch „Silberlicht“, ihren ersten Roman, gewann sie fünf Literaturpreise.

Das Buch:

Silberlicht von Laura Whitcomb

  • Gebundene Ausgabe: 310 Seiten

  • ISBN-13: 978-3426283288

  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,6 x 2,6 cm

  • Preis: 14.95 Euro

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